Wir sind aktuell AUSVERKAUFT! In unserem Newsletter erfährst du mehr!

Wenn ich groß bin! - Unser Weg zur Nachhaltigkeit

Als Kinder in der Schule sprachen wir immer von der Erderwärmung

..von Effekten der Globalisierung, schlechte Arbeitsbedingungen in Entwicklungs- und Schwellenländer - den Weg der Jeans und wie große Firmen Menschen und Natur ausnutzen.

Klar – Wenn ich groß bin mache ich alles anders! Dann wird alles besser!

Und dann wird man erwachsen – hat seine eigenen Probleme – kümmert sich um sein eigenes Leben. Und all das, scheint auf einmal keine Rolle mehr zu spielen. Als Student kann ich mir keine Bio Produkte leisten - das ist alles viel zu teuer!

Ich könnte jetzt von IPhones und Air Force reden... aber uns ging es nicht anders! Kaum riecht man ein bisschen Geld, ist alles andere egal.

2018 haben wir unser eigenes T-Shirt Business gestartet, um neben Studium und Schule ein bisschen was dazu zu verdienen und unsere Passion – American Football – zu leben und noch mehr in unser Leben zu integrieren. Um genauer zu sein haben wir die von Kevin Bauer ins Leben gerufene, absolut geniale Brand - Tackle Jack – übernommen. Das Design war da – die Idee war super! Auch eine Community war schon da. Wir konnten sofort starten:

Zuerst haben wir mit Spreadshirt angefangen: Man braucht kein Startkapital, keine Produktion, nur das Design. Den Rest regelt Spreadshirt für dich. Easy! Doch der Gewinn ist mager und die Produktqualität ist okay. In unserem Drang, alles selbst zu machen haben wir uns dann eine Hitzetransferpresse zugelegt, mit der wir nun unsere Shirts im eigenen Hause drucken konnten! Die Klamotten haben wir uns im Großhandel besorgt.

Mit unserem Setup sind wir dann von Spiel zu Spiel gefahren..

..und haben unsere handcrafted Shirts vor Ort verkauft. Und das lief verdammt gut! Shirt um Shirt – Hoodie um Hoodie. Meine 1-Zimmer Wohnung wurde halb zur Werkstatt halb zur Lagerhalle.

Und es hat ein bisschen gedauert. Aber wenn du in Hamburg wohnst, kommst du – zum Glück – nicht drum herum. Nachhaltigkeit ist hier immer ein großes Thema.

Es hat viel zu lange gedauert, bis wir uns gefragt haben – wo kommen diese Klamotten eigentlich her? Und warum sind die so korrekt günstig?

Als uns das aufgefallen ist – und jeder, absolut jeder weiß, wie die Bedingungen in Textilfirmen oft aussehen. Und jeder außer Donald Trump weiß, welche Auswirkung die Fast Fashion Industrie auf unsere Umwelt hat. Da brauch man nicht groß recherchieren! – da war für uns relativ schnell klar: das muss sich ändern!

Wir haben uns ein wenig umgeschaut. Was es so gibt auf dem Markt an nachhaltiger Mode. Und der große Witz dabei ist – der Nachhaltigkeitstrend bringt super viele Bio Produkte mit sich. Die Auswahl ist super! Bio-Baumwolle, recycelte Materialen. Perfekt!

Könnte man meinen.. Denn von Menschen ist hier nicht die Rede. Es geht um Chemikalien, Pestizide und Wasserverbrauch. Crop-Rotation, Wiederverwertung und und und. Das ist super, keine Frage! Aber was ist mit den Menschen? Die sind schon mal froh, nicht mehr mit Chemikalien arbeiten zu müssen. Aber was ist mit den Arbeitsbedingungen? Und den Löhnen? Und es geht hier nicht um Raucherpausen und Weihnachtsgeld. Sondern um Menschenrechte und Hunger.

Ein paar Bücher und recherchearbeiten später haben wir dann eine Firma gefunden, die mit den wichtigsten Organisationen zusammenarbeitet, und sowohl die Umwelt als auch die menschlichen Aspekte beachtet.

Und schwupdiwups kostet das Kleidungstück gleich 3x so viel. Demnach konnten wir unsere Produkte auch nicht mehr so günstig verkaufen, wie wir es vorher getan haben. Die Produkte sind also ein bisschen teurer geworden. Da wir aber nicht das nächste Hollister werden wollten, haben wir auch an unserem Gewinn ein wenig gekürzt, um die Klamotten noch bezahlbar zu halten.

Es ist nicht leicht... die Produkte sind teurer und die Auswahl deutlich geringer..

Aus unserem super profitablen Business wurde eine Non-Profit Gesellschaft. Denn durch den durchaus geringer ausfallenden Gewinn und den geringeren Verkaufszahlen konnten wir gerade mal unsere laufenden Kosten decken.

Zudem wollten wir unbedingt unsere eigene Activewear kreieren. Aber das musste erstmal warten... denn die Auswahl bzw. der Zugang zu nachhaltig und fair produzierter Mode ist deutlich schwerer. Aufgrund der geringeren Nachfrage fällt auch das Angebot deutlich geringer aus. Und ein richtiges Startkapital, um etwas ganz Eigenes zu starten, hatten wir nicht.

Mit normaler Ausbeuter Kleidung hätten wir es deutlich leichter. Und vielleicht wären wir dann jetzt auch schon ein bisschen weiter. Aber das ist für uns keine Option mehr. Wir hoffen auf eine bessere Zukunft und einen bewussteren Konsum. Egal ob wir damit erfolgreich werden oder nicht.

Ein Traum wäre es natürlich, die Klamotten eines Tages komplett selbst zu produzieren. 100% made in Hamburg! Das wäre was…

Und bis dahin:

Decken wir einfach unsere laufenden Kosten und spreaden das was uns am liebsten ist – American Football!

Hinterlassen Sie einen Kommentar